Medienwirkungsforschung
Seit mehreren Jahren beschäftigen sich Forschungsteams im KFN mit verschiedenen Aspekten der Mediennutzung und ihren vielfältigen Wirkungen auf den Rezipienten. Kriminologisch relevante Fragestellungen mit Methoden und Theorien der Mediennutzungs- und Medienwirkungsforschung zu verknüpfen ist dabei in mehreren KFN-Projekten ein zentrales Anliegen. Zur Anwendung kommen hier neben klassischen Fragebogenuntersuchungen auch andere Methoden der empirischen Sozialforschung wie Qualitative Inhaltsanalysen, Qualitative Auswertungen nach der Grounded Theory sowie experimentelle Forschungsmethoden.
Das Projekt Medien im Kindesalter begleitet eine Kohorte von Hannoveraner Grundschülern über mehrere Jahre hinweg in ihrer Mediensozialisation, ihren Gewalterfahrungen in Familie und Schule und ihrer schulischen Entwicklung. Bis hinein in die Sekundarstufe werden ausgewählte Schülerinnen und Schüler im Jahres- bzw. Zweijahresabstand zu diesen Aspekten ihres Lebens schriftlich befragt.
Das Projekt Mediennutzung und Schulleistung begleitet ein Panel von Berliner Grundschülern, die jährlich befragt werden. Forschungsschwerpunkt ist hier die Fragestellung nach dem Zusammenhang von Mediennutzung in der Freizeit und der schulischen Leistungsfähigkeit. Um genaue Wirkmechanismen von Mediennutzung auf Schulleistung besser interpretieren zu können, wurde die Berliner Panelstudie von einem kognitionspsychologischem Experiment zum Einfluss von Medienrezeption auf die Gedächtnis-, Lern und Konzentrationsleistung flankiert.
In einem vierten im Jahr 2010 neu hinzugekommenen Projekt beschäftigt sich ein interdisziplinäres Forschungsteam mit dem Thema Computerspiel- und Internetabhängigkeit.
Zusätzlich bildet das Thema Medienumgang von Kindern und Jugendlichen immer wieder einen eigenständigen Schwerpunkt in den regelmäßig vom KFN durchgeführten Schülerbefragungen.









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