Evaluierung des Jugendarrestes in Schleswig-Holstein

Projektzeitraum

01.10.2015 – 30.09.2017

Projektmitarbeiter

Prof. Dr. Thomas Bliesener (Projektleiter)

Dipl.-Psych. Thimna Klatt, M.Sc.

Marlene Tergeist

Finanzierung

Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein

Projektbeschreibung

Ziel des Forschungsprojektes ist die Evaluation des Jugendarrestes sowie der pädagogischen Arbeit in der für Schleswig-Holstein zentralen Jugendarrestanstalt Moltsfelde. Im Vordergrund der Analyse stehen die Wirkung des Arrestes, die pädagogischen Angebote in der Anstalt, die institutionelle Vernetzung der Arrestanstalt sowie die Zusammenarbeit mit den Sorgeberechtigten der Arrestant/innen.

Die Erhebung ist multimodal und sowohl quer- als auch längsschnittlich angelegt. Neben Experteninterviews mit den Mitarbeiter/innen der Jugendarrestanstalt finden schriftliche bzw telefonische Befragungen der Arrestant/innen, deren Sorgeberechtigter und der zuständigen Sachbearbeiter/innen bei den Jugendämtern statt. Die Arrestant/innen werden dabei wiederholt befragt, zu Beginn des Arrestes, bei Entlassung und ca. sechs Monate nach Entlassung. Auf diese Weise sollen eventuelle Veränderungen der Einstellungen, des Verhaltens und der Lebensumstände der Arrestant/innen abgebildet werden. Kurzfragebögen für die Mitarbeiter/innen der Anstalt sollen die Entwicklung der Jugendlichen und Heranwachsenden während des Arrestes abbilden. Eine Rückfallanalyse anhand von BZR-Daten ergänzt die Studie. Als Vergleichsgruppe dafür dient eine Stichprobe von Arrestant/innen, die vor Einführung des Jugendarrestvollzugsgesetzes in Schleswig-Holstein einen Arrest in der Jugendarrestanstalt Moltsfelde verbüßt haben.