Willkommen in Niedersachsen

Eine repräsentative Befragung von Zuwanderinnen und Zuwanderern nach Niedersachsen

 

Projektzeitraum

01.02.2015 – 31.12.2017

Projektmitarbeiter

Prof. Dr. Thomas Bliesener

Dr. Dominic Kudlacek (Projektleiter)

Stephanie Fleischer

Patricia Bruns

Emma Pérez

Finanzierung

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Kooperationspartner

Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport

Prof. Dr. Michael Windzio (Universität Bremen)

Projektbeschreibung

Die Grundidee des Forschungsvorhabens besteht darin, eine Stichprobe von Zuwanderinnen und Zuwanderern, die im Jahr 2015 aus dem Ausland nach Niedersachsen gekommen sind, über einen längeren Zeitraum wiederholt zu befragen. Hierdurch sollen die Erfahrungen der Zuwanderinnen und Zuwanderer über einen längeren Zeitraum systematisch erfasst werden. Das Untersuchungsdesign ermöglicht es zudem, Veränderungen im Hinblick auf die Haltungen, die Erwartungen und die Hoffnungen der Zugewanderten zu identifizieren und darüber hinaus die Hintergründe und Ursachen der Veränderungen zu beleuchten. Im Ergebnis sollen Faktoren für eine erfolgreiche Integration identifiziert und Maßnahmen zur Verbesserung der Integrationspolitik erarbeitet werden.

Die Untersuchung wurde vor der Flüchtlingskrise konzipiert und initiiert. Infolgedessen richtete sich das Projekt primär an Migranten aus Polen, Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Italien, Russland, Spanien, Kroatien, Griechenland, China, Indien und der Türkei. Um ein möglichst umfassendes Lagebild vorlegen zu können, berücksichtigt die Befragung darüber hinaus Personen aus Syrien, Serbien, Pakistan, Afrika und Südamerika. Im Fokus der Untersuchung standen jedoch zunächst Arbeitsmigranten und keine Flüchtlinge.

Die erste Befragungswelle wurde im Herbst 2015 durchgeführt. Dabei konnten über 2.200 Befragte erreicht werden. Hauptziel der ersten Befragung war es, eine gründliche Bestandsaufnahme vorzulegen, die Aufschluss darüber gibt, um wen es sich bei den Zugewanderten handelt. Erfasst wurden u.a. Alter, Geschlecht, Bildungsgeschichte, bisher ausgeübte Tätigkeiten, Sprachkenntnisse, Religion, finanzielle Grundausstattung, Vorgeschichte des Entschlusses nach Deutschland auszuwandern bzw. als EU-Bürger hier Arbeit zu suchen und schließlich die Ängste und die Hoffnungen im Hinblick auf das Leben in Deutschland. Wichtig erschien ferner, differenziert auszuloten, ob die Zuwanderinnen und Zuwanderer, bereits im Vorfeld ihres Zuzugs nach Deutschland, Bekannte oder Kontakte in Deutschland hatten – und damit verbunden, ob diese Kontakte die Zugewanderten in der ersten Zeit ihres Aufenthaltes in Deutschland auch unterstützt haben. Im März 2016 startet die zweite Welle der Befragung.