In ihrem Artikel “A study on the impact of open doors: investigating the influence of short leave and open prison on recidivism rates” widmen sich Merten Neumann, Helena Schüttler und Thimna Klatt genau dieser Frage.
Zentrale Ergebnisse:
– Offener Vollzug geht mit deutlich geringeren Rückfallrisiken einher → sowohl für allgemeine Rückfälligkeit als auch für erneute Haftstrafen
– Für unbegleiteten Ausgang zeigt sich ein weniger konsistentes Bild → Trotzdem deuten die Analysen darauf hin, dass bei für Lockerungen in Frage kommende Inhaftierte die Wahrscheinlichkeit einer allgemeinen Rückfälligkeit mit erhaltenen Lockerungsmaßnahmen geringer ausfällt.
Fazit: Die Ergebnisse sprechen für den offenen Vollzug als wirksames Instrument der Resozialisierung. Gleichzeitig zeigen sie, wie wichtig sorgfältige methodische Ansätze sind, um belastbare Aussagen über die Wirksamkeit vollzuglicher Maßnahmen zu treffen. Insgesamt unterstreicht die Studie das Potenzial gestufter Übergangsmaßnahmen für eine erfolgreiche Reintegration und die Reduktion von Rückfällen.
Zur OpenAccess-Publikation: https://link.springer.com/article/10.1007/s11292-026-09741-9