Längsschnittliche Analyse der Radikalisierungsverläufe junger Menschen

Radikalisierung wird allgemein als ein Prozess verstanden, der durch ein komplexes Zusammenspiel individueller, sozialer und gesellschaftlicher Faktoren gekennzeichnet ist und zu Extremismus führen kann. Da die Anfänge der Radikalisierung bereits in jungen Jahren zu beobachten sind, zielt das Projekt auf die Entwicklungsphase junger Menschen im Alter ab 12 Jahren ab. Da für die Analyse von Ursachen von Radikalisierung und den Mechanismen, die mit einer Radikalisierung zusammenhängen, eine längsschnittliche Perspektive notwendig ist, werden dieselben Jugendlichen in diesem Panel über mehrere Wellen hinweg begleitet.

Das Projekt startete im Jahr 2022, in dem erstmals die siebten Klassen im Rahmen des Projekts befragt wurden. Im Jahr 2024 wurden dieselben Jugendlichen erneut in den neunten Klassen befragt. Dies fand im Zuge des regulären Niedersachsensurveys statt. Für das Jahr 2026 ist eine Onlineerhebung geplant. Die Schüler*innen sind dann mehrheitlich in der elften Klasse. Da jedoch ein Teil der Jugendlichen nicht mehr in den Schulen anzutreffen sein werden, wurde bereits 2024 auf freiwilliger Basis Kontaktdaten abgefragt. Die Kontaktdaten werden getrennt von den Fragebogen-Daten gespeichert. Die Fragebögen der verschiedenen Wellen werden mit Hilfe eines selbstgenerierten Codes zusammengeführt.

Die Themen der Befragung sind z. B. persönliche und politische Meinungen sowie Erfahrungen mit Gewalt. Es werden etablierte Messinstrumente z. B. zur Messung extremistischer Einstellungen eingesetzt. Außerdem werden aus der Fachliteratur bekannte Bedingungsfaktoren von Radikalisierung und Extremismus sowie weitere Bereiche des Alltags der Jugendlichen, wie z. B. Freizeitverhalten, Freund*innen und Familie thematisiert.

Projektzeitraum:

01.10.2021 - 31.12.2026

Finanzierung:

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Projektleitung:

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Carl Philipp Schröder

Soziologe, M.A.

0511/34836-72

CarlPhilipp.Schroeder@kfn.de

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Dr.

Yvonne Krieg

Politikwissenschaftlerin, M.A.

0511/34836-70

Yvonne.Krieg@kfn.de

Mitarbeiter*innen:

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Lea Becher

Soziologin, M.Sc.

0511/34836-74

Lea.Becher@kfn.de