Beschreibung
Die Stelle ist im DFG-Projekt „Rechtszynismus in Deutschland“ zum 01.06.2026 und befristet für drei Jahre in Teilzeit (75%) zu besetzen. Eine Promotion im Rahmen des Projektes ist ausdrücklich erwünscht. Das Gehalt richtet sich bei Vorliegen der tariflichen und persönlichen Voraussetzungen nach der Entgeltgruppe 13 TV-L des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder.
Das Projekt wird von PD Dr. Daniel Seddig geleitet und untersucht Rechtszynismus, also die Ablehnung von Rechtsnormen sowie Zweifel an der Integrität und Legitimität von Rechtsinstitutionen. Die theoretischen Hintergründe liegen in der Kriminologie, Kriminalsoziologie/-psychologie, Lebens-stilsoziologie und Werteforschung. Kern des Projekts sind (1) die Verbreitung von Rechtszynismus und Unterschiede in sozialen Gruppen und Regionen, (2) die Zusammenhänge mit milieubasierten Werten und delinquentem Verhalten sowie (3) die Anschlussfähigkeit an aktuelle kriminologische Debatten. Zur Erforschung dieser Aspekte wird eine Online-Befragung auf Grundlage einer Zufallsstichprobe der Allgemeinbevölkerung in Deutschland durchgeführt.
Kooperationspartner des Projekts sind Prof. Dr. Eldad Davidov (Universität zu Köln) sowie Prof. Dr. Michael Reisig (Arizona State University, USA). Weiterführende Informationen zum Projekt finden sich hier: https://kfn.de/forschungsprojekte/rechtszynismus-in-deutschland/
Aufgaben
- Durchführung innovativer analytisch-empirischer Forschung im DFG-Projekt „Rechtszynismus in Deutschland“, gemeinsam mit dem Projektleiter
- Vorbereitung der Online-Befragung und Entwicklung der Erhebungsinstrumente
- Eigenständige Aufbereitung und Analyse der Daten
- Verfassen von Artikeln für (internationale) Fachzeitschriften
- Präsentieren der Projektergebnisse auf (internationalen) Konferenzen
- Mitwirkung an der Organisation und Durchführung eines Projektworkshops
Ihr Profil
- abgeschlossenes Masterstudium der Soziologie, Kriminologie, Psychologie oder Politikwissenschaft (oder verwandter Fachbereiche)
- Interesse an kriminologischen Themen sowie Lebensstil- und Werteforschung (belegbare Vorkenntnisse bzw. Teilnahme an entsprechenden Lehrveranstaltungen von Vorteil)
- sehr gute Kenntnisse in quantitativen Forschungsmethoden und Statistik
- sicherer Umgang mit mindestens einer Statistiksoftware (vorzugsweise R oder Stata)
- Erfahrung in der Umfrageforschung
- sehr gute Kenntnisse der deutschen und der englischen Sprache und Bereitschaft zum Verfassen englischsprachiger Artikel
- Bereitschaft zur Einarbeitung in fortgeschrittene Verfahren der Datenanalyse, z.B. Strukturgleichungsmodelle, latente Klassenanalysen, Machine Learning (Classification Trees, Random Forests)
Wir bieten Ihnen
- eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem führenden deutschen kriminologischen Forschungsinstitut
- ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaftler*innen, die quantitativ und qualitativ zu verschiedenen Formen und Aspekten von Kriminalität forschen
- regelmäßige Doktorand*innenkolloquien sowie Möglichkeiten zur methodischen Weiterbildung
- Möglichkeit der Fernarbeit (derzeit 50%) sowie flexible Arbeitszeiten
- Möglichkeit, sich vollumfänglich auf die wissenschaftliche Arbeit zu konzentrieren (es bestehen keine Lehrverpflichtungen, die Möglichkeit zur Durchführung von Lehre wird aber gewährt)
- finanzielle Mittel zur Teilnahme an Konferenzen, Summer Schools o.ä.
- die Möglichkeit zur Setzung eines eigenen Projektschwerpunkts für die Promotion
Bei Interesse richten Sie Ihre Bewerbung bitte mit den folgenden Unterlagen:
- Anschreiben
- Lebenslauf
- Zeugnisse
- Leseprobe (bspw. einer Master- oder Seminararbeit)
- Skizze (max. 2 Seiten) eines möglichen Promotionsprojekts (Fragestellung, theoretische Fun-dierung, methodischer Ansatz), in deutscher oder englischer Sprache
bis zum 30. April 2026 ausschließlich per E-Mail als zusammengefasste PDF-Datei an die Emailadresse zy-recht@kfn.de. Fragen zum Projekt sowie zu der ausgeschriebenen Stelle richten Sie bitte ebenfalls an die genannte E-Mail-Adresse.
Wir freuen uns über geeignete Bewerbungen unabhängig von Geschlecht, kultureller und sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität.
Um das Bewerbungsverfahren durchführen zu können, ist es notwendig, personenbezogene Daten zu speichern. Durch die Zusendung Ihrer Bewerbung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zu Bewerbungszwecken unter Beachtung der Datenschutzvorschriften elektronisch gespeichert und verarbeitet werden. Wir weisen darauf hin, dass Ihnen gemäß Art. 13 der Datenschutz-Grundverordnung verschiedene Rechte als Bewerber*innen zustehen. Eine ausführliche Information, welche Rechte dies sind und wie Ihre Daten verarbeitet werden, finden Sie unter: https://kfn.de/datenschutzerklaerung/