Gewalt gegen Polizeibeamte und -beamtinnen (2005 – 2009)

Projektzeitraum

2010 – 2011

Projektmitarbeiter

Prof. Dr. Christian Pfeiffer (Projektleitung)

Karoline Ellrich (quantitativer Teil)

Dirk Baier (quantitativer Teil)

Bettina Zietlow (qualitativer Teil)

Finanzierung

Innenministerien bzw. -senatoren der zehn teilnehmenden Bundesländer: Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen,Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

Qualitative Zusatzuntersuchung: Gewerkschaft der Polizei (GdP)

Kooperationsparter

Prof. Dr. Thomas Görgen, Deutschen Hochschule der Polizei in Münster

Projektbeschreibung

Anfang 2010 wurde vom Kriminologischen Forschungsinstitut in Kooperation mit zehn Bundesländern (Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen) eine Online-Befragung von Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten durchgeführt, in deren Fokus Gewalterfahrungen im Dienst während der vergangenen fünf Jahre (2005 bis 2009) standen. Ausgangspunkt der Untersuchung war der in der PKS registrierte Anstieg von Fällen von Widerstand gegen die Staatsgewalt, welcher zwischen 2000 und 2008 insgesamt 32,3 Prozent betrug. Da der Tatbestand des Widerstands nicht mit Gewaltübergriffen zu Lasten von Polizeibeamten gleichgesetzt werden kann, sollten mit dem Projekt verlässlichere Erkenntnisse zur Entwicklung der Häufigkeit und Schwere der Gewalt gegen Polizeibeamte gewonnen werden. Zudem sollte der Frage nachgegangen werden, wie schwere Übergriffe gegen Polizeibeamte phänomenologisch beschrieben werden können, um darauf aufbauend Empfehlungen für Präventionsmaßnahmen abzuleiten.

Neben der Online-Befragung umfasste das Forschungsvorhaben zwei (qualitative) Zusatzuntersuchungen. Zum einen wurden die von den Polizeibeamtinnen und -beamten in eigenen Worten geschilderten Gewalterfahrungen durch ausgewählte Ratsanwärter der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Görgen ausgewertet. Zum anderen wurde mit 30 schwer verletzten Polizeibeamtinnen und -beamten Tiefeninterviews geführt, in deren Rahmen u. a. Umgangsweisen mit den Erlebnissen detailliert untersucht werden.

Projektbezogene Publikationen