Forschungsprojekte

Das KFN ist ein unabhängiges und interdisziplinäres Forschungsinstitut, das sich der Erforschung von abweichendem Verhalten widmet. Das Forschungsteam besteht derzeit aus etwa 25 Wissenschaftlerinnern und Wissenschaftlern der Fachrichtungen Psychologie, Sozial- und Rechtswissenschaften.

Seit 2017 ist das KFN in fünf Forschungseinheiten gegliedert, die auf den drei Ebenen des KFN-Gebäudes angesiedelt sind.

Die Forschungseinheit Sozialer Wandel und Kriminalität bündelt Projekte, die die Entstehungszusammenhänge von abweichendem Verhalten in der Folge von gesellschaftlichen Veränderungen suchen. Berücksichtigung finden dabei sowohl der langsam fortschreitende Strukturwandel, wie der demographische Wandel, als auch schnell eintretende Umbrüche, wie sie bspw. im Kontext der Wiedervereinigung eingetreten sind. Gegenwärtig sind in diesem Zusammenhang die erheblichen Veränderungen der Migrationsströme von besonderer Bedeutung. Die Arbeit der Forschungseinheit ist dabei nicht auf die Beschreibung dieser Phänomene beschränkt. Vielmehr gilt es, Bedingungs- und Entstehungszusammenhänge von Abweichungen aufzuklären. Daher können die Projekte sowohl grundlagenorientiert als auch anwendungsorientiert ausgestaltet sein. Die Projekte der Forschungseinheit adressieren auch solche Fragen, die sich auf die Bedeutung (oder gar die Funktion) von Kriminalität im Allgemeinen beziehen oder den gesellschaftlichen Umgang mit Abweichungen thematisieren.

 

Sozialer Wandel und Kriminalität

 

Leiterin der Forschungseinheit:
Dr. Lena Lehmann
Policy recommendation and improved communication tools for law enforcement and security agencies preventing violent radicalisation (Pericles) – engl. Version Radikalisierung im digitalen Zeitalter (RadigZ) Vorurteilsgeleitete Straftaten Zuwanderung nach Niedersachsen Evaluation zur Speicherung personenbezogener Daten von Minderjährigen (gem. § 33
Abs. 2 VSG NRW) (EDaMi)

Sozialer Wandel und Kriminalität

Leiterin der Forschungseinheit:
Dr. Lena Lehmann

Policy recommendation and improved communication tools for law enforcement and security agencies preventing violent radicalisation (Pericles) – engl. Version

Radikalisierung im digitalen Zeitalter (RadigZ)

Zuwanderung nach Niedersachsen

Vorurteilsgeleitete Straftaten

Evaluation zur Speicherung personenbezogener Daten von Minderjährigen (gem. § 33
Abs. 2 VSG NRW) (EDaMi)

Die Forschungseinheit „Ursache und Prävention abweichenden Verhaltens“ beschäftigt sich mit der Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die unter besonderen Risikobedingungen aufwachsen. Aus einer am Individuum orientierten sowie sozialwissenschaftlich-interdisziplinären Perspektive heraus wird untersucht, welche verhaltenspräventiven Maßnahmen vor den Auswirkungen von Risikolagen schützen können und mittels welcher verhältnispräventiven Maßnahmen sich Risikolagen abbauen lassen. Hierbei sind zum einen kriminalpräventive oder gewaltpräventive Maßnahmen von Bedeutung, die auf konkrete Verhaltens- oder Kriminalitätsphänomene zugeschnitten sind. Ebenfalls von Relevanz sind allgemeine Gesundheits- und Lebenskompetenzförderungsprogramme, sofern diese kriminologisch relevante Risiko- und Schutzfaktoren (mit)beeinflussen. Ein weiterer Fokus der Forschungseinheit liegt auf der Prävention von Suchtrisiken und von Risiken in Zusammenhang mit der Nutzung neuer digitaler Medien. Neben den Auswirkungen gewalthaltiger Medieninhalte auf Kinder und Jugendliche und der Erforschung neuer Manifestationen von psychischer Gewalt im Internet (Cybermobbing) ist die Frage von Interesse, inwieweit sich Störungen im Entwicklungsverlauf durch eine zeitlich-exzessive Nutzung von Angeboten im Konvergenzbereich von Gaming (Computerspielnutzung) und Gambling (Glücksspielnutzung) ergeben können.

 

Ursachen und
Prävention
abweichenden
Verhaltens

 

Leiter der Forschungseinheit:
PD Dr. Florian Rehbein

 

Klasse2000 Sonderauswertung zum jugendlichen Konsumverhalten und der Inanspruchnahme von suchtpräventiven Angeboten in Niedersachsen Prävention und Gesundheitsförderung an Berufsschulen mit dem Schwerpunkt Suchtmittelkonsum und internetbezogene Störungen von Auszubildenden (PARI)

Ursache und Prävention abweichenden Verhaltens

Leiter der Forschungseinheit:
PD Dr. Florian Rehbein 
 
 

Klasse2000

Sonderauswertung zum jugendlichen Konsumverhalten und der Inanspruchnahme von suchtpräventiven Angeboten in Niedersachsen

Prävention und Gesundheitsförderung an Berufsschulen mit dem Schwerpunkt Suchtmittelkonsum und internetbezogene Störungen von Auszubildenden (PARI)

Gegenstand der Forschungseinheit Soziale Kontrolle und Sanktionierung ist die Aufgabenstellung und Praxis der judikativen und exekutiven Institutionen der Rechtspflege, insbesondere Gerichte, Staatsanwaltschaften, Polizei und Justizbehörden, sowie der institutionalisierten sozialen Kontrolle (Kinder- und Jugendhilfe) und der forensischen Einrichtungen (Maßregelvollzug). Die Forschungseinheit knüpft mit Untersuchungen im Forschungsfeld der Polizei und des Strafvollzuges an frühere Forschungstraditionen des KFN an.

 

Soziale Kontrolle und Sanktionierung

 

 

Leiter der Forschungseinheit:
Prof. Dr. Thomas Bliesener
Evaluation des Jugendarrestvollzuges in Niedersachsen Wegweisung Legalbewährung nach der Entlassung aus dem offenen Vollzug: Eine Vergleichsstudie

Fehler und Wiederaufnahme im Strafverfahren

Soziale Kontrolle und Sanktionierung

Leiter der Forschungseinheit:
Prof. Dr. Thomas Bliesener

Evaluation des Jugendarrestes in Niedersachsen

Wegweisung

Legalbewährung nach der Entlassung aus dem offenen Vollzug: Eine Vergleichsstudie

Fehler und Wiederaufnahme im Strafverfahren

Kriminalitätsphänomene unterliegen einem stetigen Wandel. Gesellschaftliche Entwicklungen und Wertewandel führen zu Veränderungen des juristischen Sanktionskatalogs. Einzelne Normverletzungen verlieren ihren Status als Straftat und werden zur Ordnungswidrigkeit herabgestuft oder ganz aus dem Sanktionskatalog gestrichen, in anderen Verhaltensbereichen entwickeln sich neue Grenzsetzungen und neue Straftatbestände werden kodifiziert. Insbesondere die zunehmende Technisierung der Gesellschaft begünstigen aber auch ganz neue Verhaltensformen, die als grenzverletzend erlebt werden und normativ geregelt werden müssen (z.B. Übergriffe im virtuellen Raum wie z.B. Cyberstalking). Andere neue Normverletzungen sind dagegen dadurch charakterisiert, dass sie sich technische Neuerungen zunutze machen, um einen unzulässigen Vorteil zu generieren (z.B. Phishing-Angriffe, Warenbetrug im Internet). Die gesellschaftliche Diskussion solcher neuen Deliktformen und insbesondere die Reaktion der Strafverfolgungsbehörden auf diese Delikte bedarf einer gründlichen wissenschaftlichen Analyse der Entstehungsbedingungen und Hintergründe, der Täter und Opfer, aber auch der individuellen und gesellschaftlichen Folgen. Dem entsprechend adressiert die Forschungseinheit Delikte und Deliktfolgen schwerpunktmäßig gesellschaftlich bedeutsame Kriminalitätsphänomene in ihren Ausprägungen, Formen und Folgen.

 

Delikte und Deliktfolgen

 

Leiterin der Forschungseinheit:
Dr. Anna Isenhardt
 
Rockerkriminalität Organisierte Kriminalität im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls Cyberangriffe gegen Unternehmen Cybercrime gegen Privatnutzer

Delikte und Deliktfolgen

Leiterin der Forschungseinheit:
Dr. Anna Isenhardt

Rockerkriminalität

Organisierte Kriminalität im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls

Cyberangriffe gegen Unternehmen

Cybercrime gegen Privatnutzer

Die Forschungseinheit Dunkelfeldmonitoring und Programmevaluation integriert verschiedene, teilweise periodisch durchgeführte Dunkelfeldbefragungen zu selbstberichteter Opfer- oder Täterschaft krimineller Handlungen sowie deren Einflussfaktoren und Folgen. Flaggschiff dieser Forschungseinheit stellt die seit 1998 wiederholt durchgeführte repräsentative Schülerbefragung von etwa 10.000 Neuntklässlern in Niedersachsen dar (Niedersachsensurvey). Als primäres Anliegen dieser Befragung kann hierbei der Gewinn von Erkenntnissen zur Verbreitung, zu den Bedingungsfaktoren, zu zeitlichen Verläufen und Trends sowie zur Prognose delinquenter Verhaltensweisen Jugendlicher angeführt werden. Darüber hinaus werden neben solchen klassisch kriminologischen Inhalten aber auch aktuelle Themen in die Befragung integriert (z.B. aus der aktuellen Befragung Fragen zur Integration von Migranten, zur Ausländerfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Islamophobie oder Fragen zu salafistischen Einstellungen oder der Ablehnung der Majoritätsgesellschaft).

 

Dunkelfeldmonitoring und Programmevaluation

 

Leiterin der Forschungseinheit:
Dr. Thimna Klatt
Schülerbefragungen Fortschreibung der Regionalanalysen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein Analyse der Entwicklung der Kriminalität von Zuwanderern in Schleswig-Holstein Psychosoziale Prozessbegleitung

Dunkelfeldmonitoring 

und Programmevaluation

Leiterin der Forschungseinheit:
Dr. Thimna Klatt

Psychosoziale Prozessbegleitung

Schülerbefragungen

Fortschreibung der Regionalanalysen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein

Analyse der Entwicklung der Kriminalität von Zuwanderern in Schleswig-Holstein

 


Unsere abgeschlossenen Projekte


Abgeschlossene Projekte

Sozialer Wandel und Kriminalität

Alltagserfahrungen und Lebenswelten von Flüchtlingen in Niedersachsen (ALFiN)

Migration und Kriminalität

Ursache und Prävention abweichenden Verhaltens

Pro Kind Follow Up

Prävention und Hilfe bei stoffgebundenen und stoffungebundenen Süchten in Niedersachsen

Media Protect

Computerspiel- und Internetabhängigkeit

Pro Kind

Lust auf Leben wecken

Alterseinstufung von Computerspielen durch die USK

Mediennutzung und Schulleistung

Medien im Kindesalter: Modellprojekt zur Intervention in das Mediennutzungsverhalten von Zehnjährigen

Evaluation des Trainings “Leben ohne Gewalt organisieren” (LoGo)

Soziale Kontrolle und Sanktionen

Evaluation der polizeilichen Videobeobachtung auf öffentlichen Plätzen in NRW (§ 15a PolG NRW)

Evaluation des Maßregelvollzugs in Niedersachsen

Evaluation des Jugendarrestes in Schleswig-Holstein

Entwicklungsfolgen der Jugendstrafe (Hanover Prison Study)

Labile Übergänge – Die Integration hafterfahrener junger Männer in Ausbildung und Arbeit

Der Einfluß heroingestützter Therapie auf die Delinquenz Drogenabhängiger

Ehrenamt im Strafvollzug

Viktimisierung im Vollzug

Justizvollzug als Profession

Evaluation der Behandlung junger Sexualstraftäter

Gefängnis und die Folgen

Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Kriminalitätsentwicklung sowie die Arbeit der Polizei, der Strafjustiz, des Strafvollzugs und der Bewährungshilfe

Gewalt gegen Polizeibeamte und -beamtinnen (2005 – 2009)

Gewalt gegen Polizeibeamte und -beamtinnen (1985 – 2000)

Polizei im Wandel

Ursachen der divergierenden Belegung im Strafvollzug

Vom Reden über zum Reden mit… Die Zielgruppe der ambulanten sozialpädagogischen Maßnahmen

Spritzentauschprogramm im Hamburger Strafvollzug

Ambulante Maßnahmen für junge Straffällige

Evaluation des neu eingeführten Jugendarrestes neben zur Bewährung ausgesetzter Jugendstrafe (Warnschussarrest)

Gewalt gegen PolizeibeamtInnen

Delikte und Deliktfolgen

Tötungsdelikte an 6-13jährigen Kindern

Reisende Täter des Wohnungseinbruchs

Regionalanalysen Wohnungseinbruchdiebstahl

Sexueller Missbrauch durch katholische Geistliche

Tötungsdelikte an 0-5jährigen Kindern

Kriminalität und Gewalt im Leben alter Menschen

Ältere Opfer sexueller Gewalt

Viktimisierung und Systemvertrauen

KFN Victim-Survey: Kriminalität im Leben alter Menschen

Prävention und Intervention bei Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung

Evaluation der niedersächsischen Beratungs- und Interventionsstellen (BISS) für Opfer häuslicher Gewalt

Dunkelfeldmonitoring und Programmevaluation

Datenanalyse und Dokumentation der Dunkelfeldbefragung in Schleswig-Holstein

Analyse der Entwicklung der Kriminalität von Zuwanderern in Schleswig-Holstein

Opferbefragung 2011

Punitivität