Vorurteilsgeleitete Straftaten

Projektzeitraum

01.11.2017 – 31.12.2019

Projektmitarbeiter

Dr. Dominic Kudlacek (Projektleiter)

Stephanie Fleischer

Christoffer Glaubitz

Finanzierung

Bundesministerium des Innern

Kooperationspartner

Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol)

Projektbeschreibung

In Kooperation mit der DHPol soll die Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft im Hinblick auf die Verhinderung vorurteilsgeleiteter Straftaten untersucht werden.

Unter vorurteilsgeleiteten Straftaten sind dabei strafrechtlich relevante Handlungen zu verstehen, die gänzlich oder teilweise motiviert sind durch Vorurteile gegenüber bestimmten Merkmalen des Opfers (wie bspw. Rasse, Abstammung, Nationalität, Religion, Geschlecht, Alter oder körperliche Beeinträchtigungen) und eine einschüchternde Botschaft an die gesamte soziale Gruppe des Opfers aussenden. Seit der starken Zunahme der fluchtbedingten Migration nach Europa in den Jahren 2015/2016 haben zuwanderungs- und asylfeindliche Propaganda und damit in Verbindung stehende Straftaten auch in Deutschland an Bedeutung gewonnen. Daher soll der Fokus des Projektes besonders auf diesen zentralen Teilbereich der vorurteilsgeleiteten Straftaten gelegt werden.

Zunächst soll im Rahmen einer Studie die Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden und zivilgesellschaftlichen Akteuren untersucht werden. Ziel der Untersuchung ist eine Bestandsaufnahme der zivilgesellschaftlichen Akteure, deren Aktivitäten sowie der Kooperation mit den Sicherheitsbehörden sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Zudem sollen „best practices“ des kooperativen Handelns abgeleitet und Handlungsempfehlungen zur Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden und zivilgesellschaftlichen Akteuren erarbeitet werden.

Anschließend sollen die Studienergebnisse im Rahmen von vier Veranstaltungen an die Fachöffentlichkeit zurückgespiegelt und dabei kommunikativ validiert werden.